Le Corbusier

15.01.1938 – 06.02.1938
Kuratiert von .
Ausstellungsort Kunsthaus.
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Le Corbusier Z 1938 0010 R 14975
Le Corbusier
Stilleben, Flasche und Gläser, Studie zum Bild "Grande Nature Morte des Indépendants", 1922, 1922
Bleistift und Farbstift auf braunem Papier auf Karton aufgezogen
Kunsthaus Zürich, Grafische Sammlung
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2384 Ohne Titel
Le Corbusier
Tête de femme grise, 1931
Öl auf Leinwand
Kunsthaus Zürich, 1979
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Le Corbusier Komposition Z.1942.0014 Dauerleihg Stadt ZH 001917.01
Le Corbusier
Komposition, 1939
Aquarell
Dauerleihgabe der Stadt Zürich, Inv.-Nr. 1917
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Le Corbusier 1962 0011 R 2787
Le Corbusier
Arbalète Londres II, 1953
Öl auf Leinwand
Kunsthaus Zürich, 1962
Die Ausstellung Le Corbusier gehört zu jenen Veranstaltungen des Zürcher Kunsthauses, die uns mit der Kunst, die seit dem Kubismus entstanden ist, bekannt machen. Diese Ausstellung weist jedoch eine Besonderheit auf: Der Maler Le Corbusier gewährt zum ersten Mal wirklichen Einblick in die Produktion der letzten fünfzehn Jahre.
Diese gerade mal drei Wochen dauernde Ausstellung wurde vom Zürcher Architekturprofessor Sigfried Giedion gemeinsam mit dem Architekten-Maler Le Corbusier zusammengestellt. Von Rund 188 Exponaten gut die Hälfte verkäuflich, 78 davon Mittelformate in Öl, die bis zu 162 cm hoch waren. Besonders sticht auch die 182 x 160 cm grosse Teppichwirkerei von 1936 (Kat. 79) heraus, die in der Ausstellungspublikation als eine von VIII Tafeln reproduziert worden ist. Giedion war bemüht, Le Corbusier besonders als Maler vorzustellen, und dennoch konnte das Publikum sämtliche Facetten des Künstlers also auch seine literarische und natürlich architektonische Produktion entdecken. So waren beispielsweise Kat. 185 a) bis e) (verkäufliche) Architektur-Zeichnungen für den Wettbewerb des Palais des Nations in Genf von 1926/27.Über den fruchtbaren, bisweilen singulären Dialog der Disziplinen Malerei und Architektur in ein und demselben Wesen Le Corbusier schrieb Giedion im Katalog: «Es meldet sich ein neues künstlerisches Moment: In den Bildern des Purismus herrschte nur ein einfacher Massstab. Nun treten, wie wir sahen, innerhalb eines Bildes oft mehrere auf. Neue Bildspannungen entstehen durch die Verschiedenheit der Proportion. Mitten im Maler Le Corbusier wird der Architekt fühlbar, zu dessen Berufung und Meisterschaft es gehört, mit der Grösse verschiedener Volumina operieren zu können.» (S. Giedion, Le Corbusier (Ausst.-Kat.), Zürich 1938, S. 12)
Das Medienecho zu dieser Ausstellung war gross und äusserst kontrovers, wie nachstehende zwei sehr konträr ausfallende Einschätzungen exemplarisch zeigen: «Es gibt noch andere Tugenden, als Schönmalen können: Zum Beispiel: Mut. […] Diesen Mut besitzt Le Corbusier. As einer unter wenigen in unserer Zeit. Darum sind wir stolz auf ihn.» (M. G., «Warum sind diese Bilder schön?», in: Weltwoche, 21.1.1938) «Das Allerschlimmste an dieser Kulturerscheinung aber war, dass sich um die Cliquen der Ateliers und Kunsthändler nach und nach weitere Kreise scharrten, die alle Kunst zu bestaunen bereit waren, sofern sie nur war als das seit Jahrhunderten Gewohnte.» (Bernhard Diebold, «Für wen ist das gemalt», in: Neue Zürcher Zeitung, 21.3.1938)
«In einer Zeit, in der die Kunst Jahr um Jahr das bisherige Weltbild erweitert und ausbaut, ist Kunst niemals nur eine Angelegenheit des Genusses.» – Sigfried Giedion über die Kunst Le Corbusiers

22 Tage

3 Künstler:innen

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